Archiv 2014

 

Im Haus der „Großfamilie“ war viel los

Tag der offenen Tür im Mehrgenerationenhaus bot vielfältiges Programm

Mosbach. (jbl) Es war der Höhepunkt, das große Finale einer ereignisreichen Woche:
Für den „Tag der offenen Tür“ im
Mehrgenerationenhaus Mosbach hatten
nahezu alle Kooperationspartner, die zusammen
die „Großfamilie“ stellen, ein
buntes Programm zusammengestellt. Da
waren der Kreisseniorenrat und der
Stadtseniorenrat, Vertreter des Ehrenamtszentrums,
vom Jobcenter, von der
DRK, vom Tageselternverein und MuKip
sowie viele mehr.
Zur BegrüßungamMorgen hatten sich
die Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee
Schlegel, auch Mitglied im Beirat des
Tageselternvereins, sowie Bürgermeister
Michael Keilbach zu den Gästen gesellt.

Bewegter Tag der offenen Tür:
Am Mehrgenerationenhaus in Mosbach hatte man zum Abschluss
einer besonderen Woche zahlreiche Gäste. Foto: Judith Blüthner

Beide sagten die weitere Unterstützung des Projektes zu. Die Finanzierung sei
vorerst gesichert, so Schlegel, das Mehrgenerationenhaus somit in seinem Bestand bestätigt (wir berichteten).
Erfreut zeigte sich Schlegel über den vergangene Woche erfolgten Besuch von Staatssekretärin Elke Ferner,
die sich ein eigenes Bild von den vielseitigen Angeboten im Mehrgenerationshaus gemacht hatte.
Bürgermeister Keilbach hatte die Zusage für die weitere finanzielle Unterstützung seitens der Stadt mitgebracht.
Mit einem kurzen Blick zurück erinnerte er an die Anfänge vor sechs Jahren. Der Einsatz für die „moderne
Großfamilie“ sei gut investiertes Geld in das Ehrenamt, zum Wohle von Mosbach und der Umgebung.
Wie lebendig es im Haus der Generationen zugeht, davon konnten sich die Besucher dann selbst überzeugen.
Die Kinder der Gruppe Jedermann eröffneten mit schwungvollen Tänzen das Programm.
Im Anschluss lud Geschäftsführerin Michaela Neff zu einer Führung durch die Räume ein, die Internetlotsen
zeigten, wie man sicher durch das Netz kommt.
Im Erdgeschoss hatten die „Mona Lisa-Damen“ das Regiment, hübsch dekorierte Tische luden zum Verweilen
und Stärken ein. Um die richtige Verwendung von Kräutern und heilenden Pflanzen ging es bei der Führung
durch den Klostergarten mit Hedwig Kempf. Bewegung förderte Feldenkrais Trainer Thomas Fugger-Montesino.
Zu Gast waren ebenfalls die Kindertanzgruppe der Donauschwaben sowie der stellvertretende Vorsitzende des
Mehrgenerationenhauses, Maximilian Mächtlen, der einem Vortrag zum Thema Demenz präsentierte.
Quelle: Bericht RNZ


 

„Jedes Mehrgenerationenhaus ist ein Unikat“

Die Parlamentarische Staatssekretärin Elke Ferner besuchte das Mehrgenerationenhaus und informierte sich über Angebote

Mosbach. Mit so einer Botschaft ist man natürlich ein gern gesehener Gast:Elke Ferner, Dorothee Schlegel und Lars Castellucci informierten sich über die Arbeit des Mehrgenerationenhauses, das zumindest für 2014 und 2015 gesichert ist.
„Die Förderung des Bundes für die Mehrgenerationenhäuser,
die ursprünglich als reine Projektförderung gewährt wurde,
wäre in diesem Jahr ausgelaufen. Die Mittel für 2015 stehen
bereits im Haushaltsentwurf.
Damit sind die bestehenden Mehrgenerationenhäuser für das
kommende Jahr gesichert“, diese Nachricht hatte die Parlamentarische
Staatssekretärin im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen
und Jugend, Elke Ferner (SPD), den rund 30 geladenen Gästen am
Dienstag im Mosbacher Mehrgenerationenhaus überbracht.

 

Nun gelte es, die Finanzierung der Mehrgenerationenhäuser über das Jahr 2015 hinaus fortzuführen.
Der Abstimmungsprozess innerhalb der Regierung sowiemit dem Bundestag sei auf der Zielgeraden.
Elke Ferner zeigte sich optimistisch, dass die Finanzierung der bestehenden Mehrgenerationenhäuser
dauerhaft gesichert werden könne.
Auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Rhein-Neckar-Kreis, Dr. Lars Castellucci, war
Ferner in die Region gekommen.
Um die Arbeit eines Mehrgenerationenhauses zu erleben,wurdederTermin in Mosbach mit Dorothee
Schlegel organisiert.
Unter den Gästen konnte die Geschäftsführerin des Trägervereins des MGH, Michaela Neff, auch
Oberbürgermeister Michael Jann sowie den Vorsitzenden des Stadtseniorenrates, Christian
Tamme, begrüßen. Darüber hinaus waren Vertreter lokaler Vereine und Behörden gekommen.
Bei einer Hausführung stellte Neff die vielfältigen Arbeitsfelder vor. So führen etwa die
„Internetlotsen“ ältere Menschen an neue Medien heran, während für Schüler Hausaufgabenbetreuung
und Bewerbungstraining stattfinden.
„Jedes Mehrgenerationenhaus ist ein Unikat“ stellteDorothee Schlegel fest und sprach dem Team
der Ehrenamtlichen um Michaela Neff Anerkennung aus.
„Die Vernetzungen, die hieraus entspringen, wirken als gedankliches Gebilde weit über die einzelnen
Projekte hinaus.“
Und Dr. Lars Castellucci zog für seinen Wahlkreis einen klaren Schluss:
„Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es bisher kein Mehrgenerationenhaus
– aber ich will jetzt auch eines!“
Quelle: Bericht RNZ

 


 

Hier weicht die Unsicherheit der Neugier

Bei den Internet-Lotsen erhalten vor allem Senioren ehrenamtliche und kostenlose Hilfe rund ums Thema Computer

von Christian Beck, Foto: Christian Beck
Mosbach. Für Kinder, Jugendliche und
viele Erwachsene ist der tägliche Umgang 
mit Computern und dem Internet
völlig selbstverständlich. Doch gerade
ältere Leute legen hier oft eine gewisse
Scheu an den Tag. Und fallen schließlich
Begriffe wie „Browser“, oder „Download“,
verstehen Senioren häufig nur noch
Bahnhof. Doch hier können die „Internet-
Lotsen im Neckar-Odenwald-Kreis“
helfen. Die Ehrenamtlichen sorgen mit
ihren Veranstaltungen dafür, dass bei einigen Senioren aus reservierter Unsicherheit begeisterte Neugier wird.
Der Umgang mit dem Computer ist Edwin Schwarz noch ein wenig fremd:
„Muss ich hier rechts oder links klicken?“, fragt er etwas unsicher. Doch das macht gar nichts.
Denn Schwarz ist 76 Jahre alt, erst vor ein paar Monaten hat er sich einen PC zugelegt. „Ich habe mich
lange gewehrt, mir so etwas zu kaufen. Aber mittlerweile geht’s ja gar nicht mehr anders“, erklärt er lächelnd.
Nun sitzt er zusammen mit Kurt-Rainer Maier im Mosbacher Mehrgenerationenhaus in der Alten Bergsteige 4.
Jeden Montag von 15 bis 17 Uhr bieten die Internet-Lotsen dort die „Internet Insel“ an.
Heute geht es ums Einkaufen im Internet. Maier zeigt Edwin Schwarz, wie man über eine Suchmaschine zu
Verkaufsportalen gelangt. „Was interessiert Sie denn?“, fragt Maier. „Nehmen wir doch mal das Thema Garten“,
schlägt Schwarz vor. Und bekommt von dem Internet- Lotsen sogleich gezeigt, wie er Gartengeräte finden,
sich darüber informieren und im Preis vergleichen kann.
Natürlich alles via Internet.
Zu finden gibt es im Internet beinahe alles, doch gerade für Senioren gestaltet sich die Suche oft schwierig.
„Viele Seiten sind mit Anzeigen völlig überfrachtet“, erklärt Maier. „Ältere Menschen können hier oft schlecht
unterscheiden, was Werbung ist, und was nicht.“ Ebenfalls eine Herausforderung: Wie wird die im Internet gekaufte
Ware bezahlt? Harald Wagner von den Internet-Lotsen erklärt, was zu beachten ist.
Wenige Minuten später spricht er das nächste Thema an: Wie kommen Internetnutzer an Karten der Deutschen Bahn?
„Da muss man sich im Schnitt durch 13 Maskenklicken“, berichtet Wagner.Doch wer interessiert ist, bekommt auch das
gezeigt. Mit viel Geduld versteht sich.
Kurt-Rainer Maier und Edwin Schwarz informieren sich mittlerweile gemeinsam über Spülmaschinen. Der 76jährige
Limbacher weiß jetzt, dass Kommentare von Käufern und spezielle Seiten zum Preisvergleich hilfreich sein können.
„Danach hat man eine Vorstellung von dem Gerät, das ist gut“, befindet er.
Die meisten PC-Nutzer brauchen ein Schreibprogramm. „Und wie kriegt man das?“, fragt Schwarz neugierig. Maier
zeigt ihm auch das. Erläutert ihm, was ein „Download“ ist – nämlich der englische Begriff für das Herunterladen,
beispielsweise von einem Programm. Schritt für Schritt besprechen sie die Installation
– hier stehen manchen Senioren die fehlenden Englischkenntnisse im Wege.
„Haben Sie ein Laptop, einen tragbaren Computer?“, fragt Maier. Edwin Schwarz nickt.
„Dann bringen Sie ihn doch beim nächsten Mal einfach mit und wir installieren das Programm gemeinsam“,
schlägt der Internet-Lotse vor. Das Thema Gemeinsamkeit ist beim Mehrgenerationenhaus Mosbach ein ganz
wichtiges. „Wir sind sehr dankbar, dass sich die Internet-Lotsen in unserem Haus ehrenamtlich engagieren“,
erklärt Michaela Neff, Geschäftsführerin des Mehrgenerationenhauses Mosbach.
Dort gibt es darüber hinaus noch viele weitere Angebote für Jung und Alt, beispielsweise Hausaufgabenbetreuung
oder den Treffpunkt „Mona Lisa“.
Nach etwa zwei Stunden Tipps und Tricks rund um PC und Internet ist der 76-jährige Computerneuling begeistert:
„Ich bin froh, dass ich mich an das Thema herangetraut habe. Und wenn mir jemand bei einigen Sachen helfen kann,
ist das toll.“ Ob er noch einmal zu den Internet-Lotsen kommt? „Auf jeden Fall!“, erklärt er lächelnd.
Info: Die Internet-Lotsen im Neckar-Odenwald-Kreis bieten folgende Veranstaltungen an:
„Internet Insel“ jeden Montag, 15 bis 17 Uhr,
Mehrgenerationenhaus
Mosbach, Alte Bergsteige 4.
„Surfen im Internet“ jeden Mittwoch, 14 bis 16 Uhr, Kolping-Bildungswerk
Mosbach, Eisenbahnstraße 8.
„Sicherheit im Internet ist wichtig“, erklärt Kurt-Rainer Maier (im Hintergrund). Was dabei genau zu beachten ist sowie zahlreiche
weitere Tipps und Tricks rund um den Computer erläutert der Internet-Lotse gerade Edwin Schwarz.
Quelle: Bericht RNZ